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C 2 – Methodische Fragen der FTI-Evaluation I

AK Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik

Dr. Marianne Kulicke / Dr. Susanne Bührer / Dr. Tasso Brandt  / Miriam Hufnagl (FhG ISI): Evaluationstypen und Evaluationsmethoden – ein Überblick
In Abhängigkeit vom "Lebenszyklus" eines Förderprogramms haben sich im Bereich der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik in den vergangenen Jahren einzelne Typen von Evaluationen herauskristallisiert, die spezifische Anforderungen an das Evaluationsdesign sowie an die Methoden der Datenerhebung und –auswertung stellen. Solche Evaluationstypen sind die ex-ante-Evaluation, die Evaluation des Programmanlaufs einer neuen Fördermaßnahme, die Zwischenevaluation, die begleitende, die ex-post-Evaluation am Ende sowie die Wirkungsanalyse, bis zu mehrere Jahre nach Programmende. Diese verschiedenen Typen implizieren jeweils ein spezifisches Anforderungsprofil zur Methodik einer fundierten Evaluation. In einem Eigenforschungsprojekt des Fraunhofer ISI geht das Autorenteam der Frage nach, welches Evaluationsdesign und welche Datenerhebungs- bzw. –auswertungsmethoden bei den skizzierten Typen von Evaluationen vorzugsweise in den letzten Jahren zum Einsatz kamen und welche Kombinationen an Methoden auftreten.

Dr. Thorsten Lang (IWConsult): Zwillingsschätzung als Evaluierungsinstrument der Forschungsförderung:
In der Forschungspolitik wird versucht, durch verschiedene Förderinstrumente mehr  Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) anzuregen. Zuschüsse oder Bürgschaften  senken die Kosten, so dass zusätzliche Forschungsprojekte rentabel werden. Dies gilt  freilich nur dann, wenn es zu keinen Mitnahmeeffekten kommt und lediglich private Mittel  durch staatliche Mittel verdrängt werden. Wie kann nun gemessen werden, ob und wie viel zusätzliche Forschungsausgaben getätigt  werden? 

Timo Mitze (RWI), Anne-Marie Scholz  (WSF), Tina Wolf (Universität Jena): Mobilisierungswirkungen des Spitzencluster-Wettbewerbs
Im Vergleich zur traditionellen Projektförderung entstehen durch Wettbewerbsverfahren, wie BioRegio, InnoRegio oder eben den Spitzencluster-Wettbewerb, Vorteile, welche einerseits auf den Wettbewerbscharakter selbst, andererseits auf die Selbstorganisation der Wettbewerber und die Vielfältigkeit entstehender Konzepte zurückzuführen sind. Der Vortrag zeigt auf, wie diese Mobilisierungswirkungen für den Spitzencluster-Wettbewerb  des BMBF, vor allem in finanzieller Hinsicht, gemessen werden soll.