19. Jahrestagung der DeGEval:
„Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“
21. - 23. September 2016 · School of Education der Universität Salzburg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht |
Datum: Freitag, 23.09.2016 | ||||
9:00 - 10:30 | D1: Nachhaltige Evaluation von Nachhaltigkeit - absehbare Herausforderungen Leitung der Sitzung: Peter Kaufmann, KMU Forschung Austria Leitung der Sitzung: Dr. Leo Wangler Leitung der Sitzung: Reinhard Zweidler, FHNW University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland Session des AK Umweltbereich | |||
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Nachhaltige Evaluation von Nachhaltigkeit - absehbare Herausforderungen 1KMU Forschung Austria; 2Institut für Innovation und Technik; 3FHNW University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, Schweiz; Leo.Wangler@vdivde-it.de, reinhard.zweidler@bafu.admin.ch
2015 hat die Generalversammlung der UNO mit den „Sustainable Development Goals. SDG“ einen Aktionsplan für die nächsten 15 Jahre verabschiedet. Die SDGs greifen neben den drei klassischen Nachhaltigkeitsaspekten der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung Anliegen wie Frieden und Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung auf. Alle Länder sollen einen Beitrag zum Erreichen der Ziele leisten. Die Ziele sind anspruchsvoll und der Zeitrahmen von 15 Jahren ist kurz bemessen. Dies stellt auch besondere Anforderungen an die Evaluation. Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen erfordern häufig Ursachenforschung auf einer grossräumigen oder gar globalen Ebene. Wirkungszusammenhänge können daher sehr hohe Komplexitätsgrade aufweisen, auch wenn bloss kleinräumige Effekte beobachtet und dokumentiert werden sollen. Auch der Einbezug von Stakeholdern mit stark divergierenden Wertvorstellungen und Interessen ist oft unabdingbar. Zudem ist es oft schwierig, belastbare und vergleichbare Daten zu erhalten, Dies erfordert manchmal zwischenstaatliche Vereinbarungen. Andererseits wird in weiten Teilen auf bestehende Instrumente zurückzugreifen sein, denn dies erlaubt es, in der kurzen Zeit auch auf regionaler und lokaler Ebene zu messbaren Resultaten zu gelangen. Damit ist aber auch die Frage der Vergleichbarkeit von unterschiedlichen Herangehensweisen angesprochen. Mit all dem verbunden ist das Risiko, dass Evaluationen nicht sehr aussagekräftig werden und ihre Ergebnisse wenig zu einer besseren Praxis beitragen. Die Session soll anhand praktischer Beispiele einen Anstoss geben zur Diskussion über folgende Fragen:
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9:00 - 10:30 | D2: Wie wirkt Evaluation in Organisationen (hinein)? Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Wolfgang Böttcher, Westfälische Wilhelms-Universität Münster | |||
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Evaluation in der psychosozialen Beratungsarbeit: Was halten Beratende davon, wie machen sie es und was bedeutet dies für die Beratungsarbeit? FernUniversität in Hagen, Deutschland; benjamin.froncek@fernuni-hagen.de
Einflüsse und Wirkungen von Evaluationen auf die Entwicklung von Organisationen 1Promente Forschung, Österreich; 2Dynamic Balancing Consulting, Österreich; monika.finsterwald@promente-kijufa.at, vera.popper@dynamic-balancing.at
Mitmachen hilft!? - Logische Modelle als Chance für Partizipation und Nachhaltigkeit Deutsches Jugendinstitut München; yngborn@dji.de, hoops@dji.de
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9:00 - 10:30 | D3: Bildet uns Evaluation weiter? - Nachhaltige Wirkungen von Evaluation im Sektor der Beruflichen Bildung Leitung der Sitzung: Jens Koy Leitung der Sitzung: Dr. Anja Lietzmann, k.o.s GmbH Kooperationssession des AK Entwicklungspolitik und des AK Berufliche Bildung | |||
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Bildet uns Evaluation weiter? - Nachhaltige Wirkungen von Evaluation im Sektor der Beruflichen Bildung 1Hanns-Seidel-Stiftung; 2Kalman Consult; 3Centrum für Evaluation (CEval), Universität des Saarlandes; 4Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw); r.stockmann@ceval.de, info@ibw.at Der Arbeitskreis Entwicklungspolitik und der Arbeitskreis Berufliche Bildung veranstalten auf der 19. DeGEval-Jahrestagung 2016 in Salzburg zum Tagungsthema „Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“ eine gemeinsame Session. Die zentrale Fragestellung der Session bezieht sich darauf, inwieweit die Ergebnisse aus Evaluationen im Bereich der Beruflichen Bildung nachhaltige Wirkungen entfalten können. Um sich diesem Thema zu widmen, konnten zwei Referenten gewonnen werden – der eine Referent kommt dabei schwerpunktmäßig aus dem Bereich der Beruflichen Bildung, der andere aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. So kann der Gegenstandsbereich aus zwei verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Aus dem Bereich der Beruflichen Bildung konnte Herr Mag. Kurt Schmid vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft in Wien (ibw) gewonnen werden, der sich u.a. mit der Unterstützung und Begleitung von EU-Ländern des Ostens bei der Etablierung eines nachhaltigen Lehrlingssystems mit „transferablen“ beruflichen Qualifizierungsinhalten beschäftigt. Im Rahmen dieser Begleitung wird der Fortschritt der Projekte auch evaluiert und es stellt sich die Frage, wie man die Ergebnisse der Evaluation idealerweise vermitteln sollte, damit die Ergebnisse angenommen werden und nachhaltige Wirkungen entfalten können. Hierbei werden eigene Lernerfahrungen vorgestellt und diskutiert. Für den Part Entwicklungspolitik konnte Prof. Dr. Reinhard Stockmann gewonnen werden. Dieser hat bereits im Jahr 1999 eine Evaluation von Projekten der Beruflichen Bildung der Hanns-Seidel-Stiftung in China durchgeführt. Dabei strebt die Hanns-Seidel Stiftung in China u.a. an, bedarfsgerechte Berufsbildungsgänge in China zu etablieren und die höhere Berufsbildung zu fördern. Im Jahr 2016, nach 17 Jahren, wurde eine Art „Follow-up-Evaluation“ zum gleichen Gegenstand durchgeführt. Im Rahmen dieser langfristigen Wirkungsstudie werden dabei auch die Wirkungen, die die Evaluation selbst vor allem im Bezug auf die Beruflichen Bildungszentren in China entfalten konnte, herausgearbeitet sowie die Nachhaltigkeit dieser Wirkungen untersucht. Lessons-Learned werden dargestellt. Im Anschluss werden beide Beiträge diskutiert.
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9:00 - 10:30 | D4: Gegenwart und Zukunft der DeGEval-Standards in unterschiedlichen Handlungsfeldern Diese Session wird vom Vorstand der DeGEval organisiert und durchgeführt. | |||
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Gegenwart und Zukunft der DeGEval-Standards in unterschiedlichen Handlungsfeldern (Vorstandssession) JLU Gießen, Deutschland; jan.hense@psychol.uni-giessen.de Die Standards für Evaluation der DeGEval formulieren zentrale Ansprüche an Evaluationen in den vier Kriteriendimensionen Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit. Sie sind ein zentrales Dokument für das professionelle Selbstverständnis der in der DeGEval versammelten Fachpersonenn. Die 2002 erstmals verabschiedeten Standards wurden in einem mehrjährigen und mehrstufigen Revisionsprozess überarbeitet und sollen – bei einem positiven Votum der Mitgliederversammlung – ab Herbst 2016 disseminiert und zur Anwendung gebracht werden. In dieser Session sollen einerseits die wesentlichen Änderungen und Neuerungen der Revisionsfassung vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Zum zweiten sollen Umsetzungstand und Zukunft der Standards aus der Sicht einiger exemplarischer Handlungsfelder beleuchtet werden. Leitfragen sind dabei u.a.:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Session sind:
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9:00 - 10:30 | D5: Auditierung und Systemakkreditierung im Focus Leitung der Sitzung: Dr. Susan Harris-Hümmert, Universität Speyer Leitung der Sitzung: Dr. Lukas Mitterauer, Universität Wien Besondere Einrichtung für Qualitätssicherung Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Philipp Pohlenz Session des AK Hochschulen | |||
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Auditierung und Systemakkreditierung im Focus 1Universität Magdeburg; 2Universität Salzburg; 3Universität Innsbruck; 4Universität für Bodenkultur Wien; 5Evalag - Evaluationsagentur Beden-Württemberg; 6Universität Speyer; 7Wirtschaftsuniversität Wien; 8Universität Wien; guenter.wageneder@sbg.ac.at, christine.fahringer@uibk.ac.at, thomas.guggenberger@boku.ac.at, christoph.schwarzl@boku.ac.at, rigbers@evalag.de, harris-huemmert@uni-speyer.de, Oliver.Vettori@wu.ac.at, lukas.mitterauer@univie.ac.at Hochschulen sind in den vergangenen drei Jahrzehnten zunehmend zu einem Gegenstand systematisierter Qualitätssicherung geworden. Hintergrund sind nicht zuletzt die quantitative Ausdehnung des Hochschulbildungsbereichs seit den 1960er Jahren, eine damit einhergehende Ausdifferenzierung des Hochschulwesens sowie in jüngerer Zeit eine stärkere Wettbewerbsorientierung der Hochschulen. In den letzten beiden Dekaden wurden in Deutschland und Österreich zahlreiche Instrumente und Verfahren erprobt. Für eine Gesamtschau der Hochschule sind hier vor allem die Systemakkreditierung in Deutschland und die Auditierung in Österreich zu nennen. In dieser Session werden die bisherigen Erfahrungen mit diesen Instrumenten systematisch aufbereitet und diskutiert. Am Anfang halten Günter Wageneder, Christine Fahringer, Thomas Guggenberger und Christoph Schwarzl einen Impulsvortrag mit dem Titel „Kritische Reflexion von an drei österreichischen Universitäten durchgeführten Qualitätsaudits“. Im Rahmen dieser im siebenjährigen Rhythmus stattfindenden Audits muss das Funktionieren des universitären Qualitätssicherungssystems durch eine im EQAR-Register verzeichnete Agentur nachgewiesen werden. Die AutorInnen reflektieren systematisch die Erfahrungen, die an den drei österreichischen Universitäten (Uni Innsbruck, Uni Salzburg, Uni für Bodenkultur) mit dem Audit gemacht wurden, vergleichen die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren und schließen mit zahlreichen Verbesserungsvorschlägen. Danach folgt eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Philipp Pohlenz (Universität Magdeburg) bei der die Wirkungen der beiden Qualitätssicherungsinstrumente von - Anke Rigbers (Stiftungsvorstand Evalag) - Susan Haris-Hümmert (wiss. Mitarbeiterin Universität Speyer) - Oliver Vettori (Wirtschaftsuniversität Wien, Programmmanagement und Lehr-/Lernsupport) - Lukas Mitterauer (Universität Wien, Qualitätssicherung) debattiert werden. Besonderes Augenmerk wird auf fördernde bzw. hindernde Aspekte in den einzelnen Verfahrensschritten gelegt. Zu den zu diskutierenden Verfahrensschritten zählen jedenfalls die Konsolidierung des Qualitätssicherungssystems, die Auswahl der Agentur, die inneruniversitäre Kommunikation, die Erstellung des Selbstberichts, die Auswahl der GutachterInnen und der Vor-Ort-Besuch. Die Zusammensetzung des Podiums (Agenturvertreterin, QM-Beauftragte, Wissenschaftlerin) erlaubt es, die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.
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9:00 - 10:30 | D6: Planung und Durchführung von Evaluationen aus systemischer Sicht Leitung der Sitzung: Sandra Schopper Leitung der Sitzung: Dr. Dörte Schott, Freie Evaluatorin Session des AK Professionalisierung | |||
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Planung und Durchführung von Evaluationen aus systemischer Sicht 1Freie Evaluatorin, Deutschland; 2Universität des Saarlandes und Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes; info@doerte-schott.de In jüngerer Zeit werden Evaluationen wiederholt mit systemischen Ansätzen oder Perspektiven in Verbindung gebracht und diesbezüglich diskutiert. Evaluationsprojekte, welche explizit unter Rückgriff auf systemische Sicht- und Herangehensweisen geplant und durchgeführt werden sind im deutschen Sprachraum noch kaum bekannt. In der Session des AK Professionalisierung soll daher zunächst das Themenfeld ergründet und ansatzweise umrissen werden. Dies soll vor dem Hintergrund von Professionalisierung, d.h. mit der Intention der Weiterentwicklung und Verbesserung von Evaluationspraxis geschehen. Das Tagungsthema, wie Evaluationen in Systemen wirken, möchten wir aufgreifen indem wir zum einen die Evaluation und deren Einfluss aus systemischer Sicht betrachten, und zum anderen über die Konsequenzen für die Planung und Durchführung von Evaluationen reflektieren. Die Einzelvorträge gehen folgenden Fragestellungen nach:
Die Referenten bringen praktische Erfahrungen aus Evaluationsprojekten und -verfahren sowie aus der Organisationsentwicklung zusammen mit theoriebasierten Reflexionen in die Session ein. Sie stellen zur Diskussion und laden zum Weiterdenken ein.
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10:30 - 11:00 | Pause | |||
11:00 - 12:30 | E1: Ergebnisse ignorieren und dann weiter so? Nutzung und Einfluss von Evaluation in politischen Prozessen Leitung der Sitzung: Dr. Rainer Strobl, proVal Gastgeber: Arbeitskreis Soziale Dienstleistungen in der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval e.V.) | |||
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Die Gelegenheit ist günstig: Vom Einfluss der Evaluation auf die Politik 1Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB); 2Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW); holger.baehr@iab.de, dieter.filsinger@htwsaar.de
Die Nutzung von Evaluation in unterschiedlichen Systemen: der Administration, der Politik und der Gesellschaft Centrum für Evaluation, Deutschland; r.stockmann@ceval.de
Die Rolle von Evaluationsergebnissen in Abstimmungskampagnen Universität Bern, Zentrum für universitäre Weiterbildung, Schweiz; caroline.schlaufer@zuw.unibe.ch
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11:00 - 12:30 | E2: Erfüllte und enttäuschte Wirkungserwartungen: Erfahrungen mit Evaluation und Qualitätsmanagement im Hochschulbereich Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Philipp Mayring | |||
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Evaluation im System Hochschule – nachhaltige Verbesserung der Lehrqualität durch ein maßgeschneidertes Konzept zur Lehrveranstaltungsevaluation? LMU München, Deutschland; Elisa.Knoedler@edu.lmu.de, Anna.Werthern@edu.lmu.de
Effects of Quality Management in Higher Education Institutions. A SWOT Analysis of Selected Study Cases 1Evaluationsagentur-Baden-Württemberg; 2Hochschule der Medien Stuttgart; 3Hochschule Furtwangen; leiber@evalag.de, linder@hdm-stuttgart.de, suw@hs-furtwangen.de
Ins Leere evaluiert - Zwei Fallanalysen an einer Universität Westfälische Wilhelms-Universität, Deutschland; wboettch@uni-muenster.de, degeval@wiesweg.net
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11:00 - 12:30 | E3: Einfluss und Nachhaltigkeit von Evaluationsergebnissen – drei Fallbeispiele Leitung der Sitzung: Dr. Stefan Silvestrini, CEval | |||
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Einfluss und Nachhaltigkeit von Evaluationsergebnissen – drei Fallbeispiele CEval, Deutschland; s.silvestrini@ceval.de Wie werden Evaluationen von ihren Adressaten genutzt? Welchen Einfluss nehmen Evaluationsergebnisse auf Organisationsentwicklung, -ziele und -strategien? Wie können mittels Evaluationen die Voraussetzungen für Lern- und Steuerungsprozesse geschaffen werden? Welchen Voraussetzungen bedarf es für eine erfolgreiche Verwertung von Evaluationen und ihren Ergebnissen? Diesen und weiteren damit verbundenen Fragen soll im Rahmen von drei praktischen Fallstudien aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern auf den Grund gegangen werden. Ziel der Session ist es, die erheblichen Nutzungspotentiale von Evaluationen aber auch die damit verbundenen Herausforderungen zu veranschaulichen und mit den Teilnehmer/inn/en zu diskutieren. Als Querschnittsthemen werden dabei u.a. organisatorische Rahmenbedingungen (Stichwort: ‚Evaluative Thinking’), methodische und organisatorische Herangehensweisen bei der Evaluationsdurchführung sowie die Vermittlung von Evaluationsergebnissen und der daraus abgeleiteten Empfehlungen erörtert. Der Beitrag ist als Vortrags- und Podiumssession konzipiert, bei der die Referenten zunächst in einem jeweils ca. 15 bis 20-minütigen Kurzvortrag ihr Fallbeispiel vorstellen und anschließend in einer ca. 30 bis 40-minütigen Podiumsdiskussion den Teilnehmer/inn/en zu den o.g. Leitfragen Rede und Antwort stehen. Als Moderator der Session ist Herr Dr. Stefan Silvestrini vorgesehen. Fallbeispiel 1: Programmatische Veränderungen durch Wirkungen von Evaluationen am Beispiel von Fairtrade International Referent: Martin Schüller, Entwicklungspolitischer Referent, TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) Fallbeispiel 2: Nutzen und Nutzung von Evaluationen in der Projektarbeit von World Vision – Ergebnisse einer organisationsweiten Befragung Referenten: Thorsten Bär, Referent für Planung, Monitoring und Evaluation, World Vision Deutschland e.V.; Sophie Wannemacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin, CEval Fallbeispiel 3: Baseline-Studie Myanmar – Schaffung von Voraussetzungen zur Wirkungsmessung und Programmsteuerung in Myanmar Referent/inn/en: Dr. Stefanie Krapp, Abteilungsleiterin, Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit; Dr. Stefan Silvestrini, Geschäftsführer, CEval GmbH
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11:00 - 12:30 | E4: Nachhaltigkeitsprüfungen und Evaluationskultur bei Subventionen und Steuervergünstigungen Leitung der Sitzung: Rita Schutt, Bundesministerium der Finanzen Leitung der Sitzung: Thomas Steinkamp, Bundesrechnungshof Leitung der Sitzung: Dr. Michael Thöne, FiFo Köln - Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität zu Köln | |||
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Nachhaltigkeitsprüfungen und Evaluationskultur bei Subventionen und Steuervergünstigungen [Arbeitstitel] 1FiFo Köln - Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität zu Köln, Deutschland; 2Bundesministerium der Finanzen; 3Bundesrechnungshof; thoene@fifo-koeln.de, rita.schutt@bmf.bund.de, Thomas.Steinkamp@brh.bund.de Subventionen - d.h. Finanzhilfen und Steuervergünstigungen - sowie subventionsähnliche Transfers sind zentrale Instrumente, mit denen der Staat feinsteuernd in wirtschaftliche und soziale Prozesse eingreifen kann. Auch als Instrument zur Herstellung politischer Kompromisse spielt das flexible und niedrigschwellige Subventionsinstrumentarium mitunter eine wichtige Rolle. Die hohe Steuerungspotenz, die Subventionen innewohnt, verlangt auch eine anspruchsvolle Governance, um die Stärken des Instruments schützen und zugleich den Missbrauchsgefahren vorzubeugen. Ziel der vorgeschlagenen Session ist es, die drei Perspektiven Bundesregierung, Rechungshof und Wissenschaft im öffentlichen Diskurs zusammenzubringen und mit den weiteren Teilnehmern der Session zu erörtern. Entlang der aktuellen Entwicklungen und potenzieller Zukunftstrends der Subventionsevaluation – Stichworte: Nachhaltigkeitsprüfung, Evaluationsverstetigung für Subventionen/Steuervergünstigungen, Implementation von Evaluierungsbefunden – sollen drei erfahrene Akteure aus BMF, Rechnungshof und angewandter Subventionsforschung pointierte Kurzvorträge halten und auf deren Basis miteinander und mit dem Sessions-Teilnehmer die interessantesten/strittigsten Punkte in der Debatte vertiefen. Die drei Session-Anbietenden eint ihr hohes Interesse an einer aktivierenden Weiterentwicklung der Subventions-Governance in Deutschland, ebenso ihre mehr- bis langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Der Umstand, dass alle drei die gleichen Themen aus institutionell sehr unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten, wird für produktive „Reibung“ bei hohem fachlichem Niveau sorgen. Rita Schutt Leiterin der Unterabteilung I B; Bundesministerium der Finanzen, zuständig u.a. für Subventionsberichterstattung, Grundsatzfragen der Evaluation bei Subventionen und ähnlich gelagerten staatlichen Interventionen sowie Berichte zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen. Thomas Steinkamp Bundesrechnungshof, Prüfer in der Abteilung Steuern (auch: Steuervergünstigungen) Michael Thöne Geschäftsführer des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln (FiFo Köln). U.a. Leiter der größten durchgeführten Subventionsevaluation 2007-09 („Große Steuervergünstigungen“, Volumen: 18 Mrd. Euro), Berater zur institutionellen Verbesserung von Transparenz und Wirksamkeit von Subventionen (2014-15).
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11:00 - 12:30 | E5: Zwischen Schema F und Innovation: Eine politikfeldübergreifende Diskussion zu methodischen Standards Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Alexandra Caspari Leitung der Sitzung: Dr. Jan Tobias Polak, DEval - Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit Session des AK Methoden in der Evaluation | |||
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Zwischen Schema F und Innovation: Eine politikfeldübergreifende Diskussion zu methodischen Standards DeGEval - AK Methoden, Deutschland; caspari@fh-frankfurt.de, tobias.polak@deval.org Die Session „Zwischen Schema F und Innovation“ möchte eine politikfeldübergreifende Diskussion über Evaluationsmethoden und methodische Herangehensweisen innerhalb der DeGEval ermöglichen. VertreterInnen unterschiedlicher Arbeitskreise der DeGEval werden in der leitfadengestützten Fishbowl-Diskussion Evaluationsmethoden und methodische Trends in ihren jeweiligen Politikfeldern vorstellen und gemeinsam mit dem Publikum diskutieren. Die Session möchte somit zur Nutzung der Potentiale der methodischen cross-fertilisation über die Grenzen von Politikfeldern hinweg beitragen. Die vorliegende Session ermöglicht eine moderierte und nach Leitfragen strukturierte Diskussion zwischen VertreterInnen einzelner Politikfelder. Hierfür werden die VertreterInnen der Arbeitskreise gebeten, einen Überblick über „typische“ Evaluationsmethoden innerhalb ihres jeweiligen Politikfelds darzustellen, offene Fragestellungen zu benennen und zu diskutieren. Davon ausgehend sollen Mindest- bzw. Qualitätsstandards innerhalb der Politikfelder diskutiert werden. Schlussendlich soll ein Ausblick auf methodische Innovationen innerhalb der jeweiligen Politikfelder diskutiert werden. Um im Rahmen der Session ein möglichst breites und diverses Spektrum von Politikfeldern abdecken zu können, nehmen VertreterInnen möglichst unterschiedlicher Arbeitskreise an der Diskussion teil. DiskutantInnen:
Moderation:
Die Diskussionsrunde wird nach der Methode der Fishbowl-Diskussion (Innen-/Außenkreis-Methode) geführt, bei der drei vortragende VertreterInnen der Arbeitskreise den inneren Kreis und die Teilnehmende den Außenkreis bilden. Eine interaktive Einbindung der Interessierten findet durch das Anbieten von freien Plätzen im inneren Kreis statt.
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11:00 - 12:30 | E6: Zur Nutzung und Nützlichkeit von FTI-Evaluationen in Österreich: aktuelle Befunde Leitung der Sitzung: Dr. Marianne Kulicke, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung Leitung der Sitzung: Jan Wessels Leitung der Sitzung: Iris Fischl, KMU Forschung Austria / AK FTI Session des AK Forschungs-, Technologie und Innovationspolitik | |||
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Zur Nutzung und Nützlichkeit von FTI-Evaluationen in Österreich: aktuelle Befunde 1technopolis | group | Austria, fteval; 2unabhängiger Forscher-Berater und Evaluator; 3Joanneum Research - POLICIES; warta@technopolis-group.com, g.landsteiner@chello.at, Juergen.Streicher@joanneum.at Arbeiten der Evaluationstheorie und –forschung ebenso wie Standards für Evaluation sind von der Grundhypothese getragen, dass eine Nutzung von Evaluationen umso wahrscheinlicher wird, je stärker Evaluationen in ihrer Planung, Durchführung und Präsentation Gestaltungsmerkmale aufweisen, die ihnen Qualitäten der Nützlichkeit zusprechen lassen. Unübersehbar ist zugleich, dass eine tatsächliche Entstehung von Evaluationsnutzen durch weitere Einflussfaktoren mitbedingt wird, die im Rahmen der Gestaltung eines Evaluationsprojekts nicht beeinflusst werden können. Steht die Erzielung bestmöglichen Evaluationsnutzens zur Debatte, so geht es also einerseits um einen Verantwortungsbereich der Evaluierenden, den sie mit spezifischen Vorgehensweisen ausfüllen können. Andererseits stehen Merkmale des institutionellen Arrangements zur Diskussion, in dem die Evaluationsfunktion verankert ist und das in konkreten Evaluationen angelegte Nutzungspotenzial realisiert wird. Die Session besteht aus folgenden Beiträgen, die einzelne dieser Herausforderungen beleuchten: 1) Was sind die Leistungen der Plattform fteval und zu was hat sie es gebracht? Katharina Warta (technopolis |group| Austria, fteval) 2) Programmevaluationen als Stärkung der Wissensbasis des FTI-politischen Governancesystems? Befunde der Untersuchung von zwölf Jahren Evaluationspraxis in Österreich. Günther Landsteiner (unabhängiger Forscher-Berater und Evaluator) 3) Akteure, Institutionen und die Rolle von FTI-Evaluation. Jürgen Streicher (Joanneum Research - Policies) Moderation: AK FTI
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12:30 - 12:45 | Preisverleihungen Verleihung des DeGEval Nachwuchs- und Posterpreises | |||
12:45 - 13:45 | Abschlussgespräch Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Philipp Mayring | |||
13:45 - 15:00 | Abschlussimbiss Alle TagungsteilnehmerInnen sind herzlich zu einem kleinen Abschlussimbiss eingeladen! | |||