Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
D1: Nachhaltige Evaluation von Nachhaltigkeit - absehbare Herausforderungen
Zeit:
Freitag, 23.09.2016:
9:00 - 10:30

Leitung der Sitzung: Peter Kaufmann, KMU Forschung Austria
Leitung der Sitzung: Dr. Leo Wangler
Leitung der Sitzung: Reinhard Zweidler, FHNW University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland

Session des AK Umweltbereich


Zusammenfassung der Sitzung

2015 hat die Generalversammlung der UNO mit den „Sustainable Development Goals. SDG“ einen Aktionsplan für die nächsten 15 Jahre verabschiedet. Die SDGs greifen neben den drei klassischen Nachhaltigkeitsaspekten der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung Anliegen wie Frieden und Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung auf. Alle Länder sollen einen Beitrag zum Erreichen der Ziele leisten. Die Ziele sind anspruchsvoll und der Zeitrahmen von 15 Jahren ist kurz bemessen. Dies stellt auch besondere Anforderungen an die Evaluation.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen erfordern häufig Ursachenforschung auf einer grossräumigen oder gar globalen Ebene. Wirkungszusammenhänge können daher sehr hohe Komplexitätsgrade aufweisen, auch wenn bloss kleinräumige Effekte beobachtet und dokumentiert werden sollen. Auch der Einbezug von Stakeholdern mit stark divergierenden Wertvorstellungen und Interessen ist oft unabdingbar. Zudem ist es oft schwierig, belastbare und vergleichbare Daten zu erhalten, Dies erfordert manchmal zwischenstaatliche Vereinbarungen. Andererseits wird in weiten Teilen auf bestehende Instrumente zurückzugreifen sein, denn dies erlaubt es, in der kurzen Zeit auch auf regionaler und lokaler Ebene zu messbaren Resultaten zu gelangen. Damit ist aber auch die Frage der Vergleichbarkeit von unterschiedlichen Herangehensweisen angesprochen.

Mit all dem verbunden ist das Risiko, dass Evaluationen nicht sehr aussagekräftig werden und ihre Ergebnisse wenig zu einer besseren Praxis beitragen.

Die Session soll anhand praktischer Beispiele einen Anstoss geben zur Diskussion über folgende Fragen:

  • Wie lässt sich die Wirkung von Evaluationen von Massnahmen im Bereich der SDGs erfassen?
  • Was ist erforderlich, damit die Erreichung der SDGs einzeln und in ihrer Gesamtheit aussagekräftig evaluiert werden kann?
  • Braucht es Anpassungen bestehender Monitoringsysteme?
  • Sind die heute verwendeten Methoden und Modelle ausreichend?
  • Was ist nötig, damit sichergestellt werden kann, dass diese Evaluationen Nutzen stiften?


Präsentationen

Nachhaltige Evaluation von Nachhaltigkeit - absehbare Herausforderungen

Peter Kaufmann1, Leo Wangler2, Reinhard Zweidler3

1KMU Forschung Austria; 2Institut für Innovation und Technik; 3FHNW University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, Schweiz; Leo.Wangler@vdivde-it.de, reinhard.zweidler@bafu.admin.ch

2015 hat die Generalversammlung der UNO mit den „Sustainable Development Goals. SDG“ einen Aktionsplan für die nächsten 15 Jahre verabschiedet. Die SDGs greifen neben den drei klassischen Nachhaltigkeitsaspekten der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung Anliegen wie Frieden und Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung auf. Alle Länder sollen einen Beitrag zum Erreichen der Ziele leisten. Die Ziele sind anspruchsvoll und der Zeitrahmen von 15 Jahren ist kurz bemessen. Dies stellt auch besondere Anforderungen an die Evaluation.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen erfordern häufig Ursachenforschung auf einer grossräumigen oder gar globalen Ebene. Wirkungszusammenhänge können daher sehr hohe Komplexitätsgrade aufweisen, auch wenn bloss kleinräumige Effekte beobachtet und dokumentiert werden sollen. Auch der Einbezug von Stakeholdern mit stark divergierenden Wertvorstellungen und Interessen ist oft unabdingbar. Zudem ist es oft schwierig, belastbare und vergleichbare Daten zu erhalten, Dies erfordert manchmal zwischenstaatliche Vereinbarungen. Andererseits wird in weiten Teilen auf bestehende Instrumente zurückzugreifen sein, denn dies erlaubt es, in der kurzen Zeit auch auf regionaler und lokaler Ebene zu messbaren Resultaten zu gelangen. Damit ist aber auch die Frage der Vergleichbarkeit von unterschiedlichen Herangehensweisen angesprochen.

Mit all dem verbunden ist das Risiko, dass Evaluationen nicht sehr aussagekräftig werden und ihre Ergebnisse wenig zu einer besseren Praxis beitragen.

Die Session soll anhand praktischer Beispiele einen Anstoss geben zur Diskussion über folgende Fragen:

  • Wie lässt sich die Wirkung von Evaluationen von Massnahmen im Bereich der SDGs erfassen?

  • Was ist erforderlich, damit die Erreichung der SDGs einzeln und in ihrer Gesamtheit aussagekräftig evaluiert werden kann?

  • Braucht es Anpassungen bestehender Monitoringsysteme?

  • Sind die heute verwendeten Methoden und Modelle ausreichend?

  • Was ist nötig, damit sichergestellt werden kann, dass diese Evaluationen Nutzen stiften?

Kaufmann-Nachhaltige Evaluation von Nachhaltigkeit-169Session.docx