Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
Bitte wählen Sie einen Raum oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
Sitzungsübersicht
Session
C1: Evaluation und Datenerhebungen bei besonderen Zielgruppen
Zeit:
Donnerstag, 22.09.2016:
17:30 - 18:30

Leitung der Sitzung: Dr. Angela Wroblewski, IHS

Gastgeber: Arbeitskreis Gender Mainstreaming in der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval e.V.)


Zusammenfassung der Sitzung

In der Evaluation von sozialpolitischen Programmen kommt zumeist ein „Standardset“ an Evaluierungsansätzen wie auch an Methoden aus den Sozialwissenschaften oder der Psychologie zum Einsatz. Bei Programmen, die sich an spezifische Zielgruppen richten, kann dieses Standardset an seine Grenzen stoßen und es ergeben sich methodische und methodologische Fragen. Damit ist sowohl die grundsätzliche Eignung der methodischen Vorgangsweise für die jeweilige Zielgruppe gemeint wie auch die Frage, ob sich aus dem Evaluationskontext nochmal spezifische Anforderungen an einen adäquaten methodischen Zugang bzw. an den Evaluierungsprozess ergeben. Die beiden Beiträge in dieser Session fokussieren auf die Frage eines adäquaten Evaluierungsdesigns und –prozesses für die Evaluation von Maßnahmen für besondere Zielgruppen.

  • Martin Bruder & Lena Ahrens (Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit, DEval) setzen sich in ihrem Beitrag „Barrieren begreifen: Die Evaluierung des BMZ-Aktionsplans zur Inklusion von Menschen mit Behinderung als Praxisbeispiel einer menschenrechtsbasierten Evaluierung“ mit den Anforderungen an den Evaluierungsprozess und das Evaluierungsdesign im Kontext einer menschenrechtsbasierten Evaluation auseinander. Zu den zentralen Anforderungen zählen die Umsetzung der Prinzipien der Partizipation und Nichtdiskriminierung in der Evaluierung wie auch der Anspruch, die Nutzung der Evaluierungsergebnisse sicherzustellen. Der Beitrag thematisiert die Anforderungen an das Evaluierungsteam sowie den praktischen Umgang mit diesen Herausforderungen.
  • Sibylle Drexler (Universität Osnabrück) diskutiert in ihrem Beitrag „Grundschulkinder richtig befragen und texten – ein schwieriges Unterfangen?“ die Herausforderungen, die sich bei der Anwendung quantitativer Methoden bei sechs- bis zehnjährigen Kindern ergeben. Der Beitrag basiert auf den konkreten Erfahrungen einer mehrjährigen Evaluierungsstudie aus dem Gesundheitsbereich. Es werden die Anforderungen an altersadäquate Erhebungsformen sowie die Problematik der natürlichen Entwicklungssprünge von Kindern für ein Erhebungsdesign, das sich über mehrere Jahre erstreckt und auf die Wirkungen des Programms abstellt, diskutiert.

Schlagwörter: Standards der Evaluation und ethnische Fragen, Gesundheitswesen, Entwicklungspolitik, Inklusion, menschenrechtsbasierte Evaluation


Präsentationen

Barrieren begreifen: Die Evaluierung des BMZ-Aktionsplans zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen als Praxisbeispiel einer menschenrechts-basierten Evaluierung

Lena Ahrens, Martin Bruder

Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit, Deutschland; Lena.Ahrens@DEval.org

Ahrens-Barrieren begreifen-158Einzel.docx

Grundschulkinder richtig befragen und testen – ein schwieriges Unterfangen? Zur Anwendung quantitativer Methoden bei sechs- bis zehnjährigen Kindern am Beispiel einer Evaluationsstudie aus dem Gesundheitsbereich

Sibylle Drexler

Universität Osnabrück, Deutschland; sdrexler@uni-osnabrueck.de

Drexler-Grundschulkinder richtig befragen und testen – ein schwieriges Unterfangen-174Einzel.pdf