Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
A6: Wieviel Feminismus braucht die Evaluation von Gleichstellungspolitiken bzw. –maßnahmen? 
Zeit:
Donnerstag, 22.09.2016:
13:30 - 15:00

Leitung der Sitzung: Dr. Angela Wroblewski, IHS

Session des AK Gender Mainstreaming


Zusammenfassung der Sitzung

Der Gender Mainstreaming Ansatz in der Evaluation verlangt, dass in allen Phasen der Evaluation und in allen Evaluationsschritten die Interessen, Bedürfnisse und Betroffenheiten von unterschiedlichen Gruppen von Frauen und Männern berücksichtigt werden. Feministische Ansätze der Evaluation legen darüber hinaus verstärkt das Augenmerk auf Geschlechterrollenstereotype, Machtunterschiede und unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen und versuchen aufzuzeigen, welche Individuen und Gruppen in einem bestimmten Kontext besonders benachteiligt sind bzw. welche dominieren. Sie stellen die Frage danach, wer in einem bestimmten Kontext profitiert, wer Privilegien genießt und ob durch bestimmte Interventionen möglicherweise bestehende Ungleichheiten weiter verstärkt werden. Ziel feministischer Evaluation ist es nicht nur, Ungleichheiten und Ungerechtigkeit sichtbar zu machen sondern auch Wege aufzuzeigen, diese Zustände zu ändern.

Im Rahmen der Session wird zunächst ein Überblick über feministische Evaluationsansätze, deren Hintergrund und Anknüpfungspunkte zu Gender Mainstreaming gegeben. Daran anschließend werden zwei kurze Inputs als Einstieg in die Diskussion gegeben. Dabei werden gegensätzliche Positionen vertreten, indem einerseits die Notwendigkeit einer stärkeren politischen Positionierung von Evaluation im Kontext von Gleichstellungspolitiken aufgezeigt wird und andererseits die Vorteile des vergleichsweise neutraleren Gender Mainstreaming Ansatzes betont werden.

Ziel der Session ist es, ausgehend von der Einführung in die feministische Evaluation und den beiden Inputs eine breite Diskussion über die Relevanz feministischer Evaluationsansätze aus der Sicht der TeilnehmerInnen vor dem Hintergrund der jeweiligen Arbeitssituationen und Evaluationskontexte zu führen. Dabei stehen u.a. folgende Fragen im Vordergrund: Inwiefern wird durch die Wahl des Ansatzes das Evaluationsdesign beeinflusst? Ergeben sich mit der Wahl des Ansatzes spezifische Anforderungen im Hinblick auf Transfer, Nutzen und Nutzung von Evaluationsergebnissen?

Beteiligte AkteurInnen

Dr.in Maria Gutknecht-Gmeiner, Impulse Evaluation und Organisationsberatung, Wien: Kurze Einführung in die feministische Evaluation

Dr.in Birgit Buchinger, Solution Sozialforschung & Entwicklung, Salzburg: Input für die Diskussion

Dr.in Irene Pimminger, defacto Sozialwissenschaftliche Forschung & Beratung, Schlierbach/Berlin (angefragt): Input für die Diskussion

Dr.in Angela Wroblewski, Institut für höhere Studien, Wien: Moderation


Präsentationen

Wieviel Feminismus braucht die Evaluation von Gleichstellungspolitiken bzw. –maßnahmen?

Angela Wroblewski1, Maria Gutknecht-Gmeiner2

1IHS, Österreich; 2Impulse - Evaluation und Organisationsberatung; wroblews@ihs.ac.at, m.gutknecht-gmeiner@impulse.at

Der Gender Mainstreaming Ansatz in der Evaluation verlangt, dass in allen Phasen der Evaluation und in allen Evaluationsschritten die Interessen, Bedürfnisse und Betroffenheiten von unterschiedlichen Gruppen von Frauen und Männern berücksichtigt werden. Feministische Ansätze der Evaluation legen darüber hinaus verstärkt das Augenmerk auf Geschlechterrollenstereotype, Machtunterschiede und unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen und versuchen aufzuzeigen, welche Individuen und Gruppen in einem bestimmten Kontext besonders benachteiligt sind bzw. welche dominieren. Sie stellen die Frage danach, wer in einem bestimmten Kontext profitiert, wer Privilegien genießt und ob durch bestimmte Interventionen möglicherweise bestehende Ungleichheiten weiter verstärkt werden. Ziel feministischer Evaluation ist es nicht nur, Ungleichheiten und Ungerechtigkeit sichtbar zu machen sondern auch Wege aufzuzeigen, diese Zustände zu ändern.

Im Rahmen der Session wird zunächst ein Überblick über feministische Evaluationsansätze, deren Hintergrund und Anknüpfungspunkte zu Gender Mainstreaming gegeben. Daran anschließend werden zwei kurze Inputs als Einstieg in die Diskussion gegeben. Dabei werden gegensätzliche Positionen vertreten, indem einerseits die Notwendigkeit einer stärkeren politischen Positionierung von Evaluation im Kontext von Gleichstellungspolitiken aufgezeigt wird und andererseits die Vorteile des vergleichsweise neutraleren Gender Mainstreaming Ansatzes betont werden.

Ziel der Session ist es, ausgehend von der Einführung in die feministische Evaluation und den beiden Inputs eine breite Diskussion über die Relevanz feministischer Evaluationsansätze aus der Sicht der TeilnehmerInnen vor dem Hintergrund der jeweiligen Arbeitssituationen und Evaluationskontexte zu führen. Dabei stehen u.a. folgende Fragen im Vordergrund: Inwiefern wird durch die Wahl des Ansatzes das Evaluationsdesign beeinflusst? Ergeben sich mit der Wahl des Ansatzes spezifische Anforderungen im Hinblick auf Transfer, Nutzen und Nutzung von Evaluationsergebnissen?

Beteiligte AkteurInnen

Dr.in Maria Gutknecht-Gmeiner, Impulse Evaluation und Organisationsberatung, Wien: Kurze Einführung in die feministische Evaluation

Dr.in Birgit Buchinger, Solution Sozialforschung & Entwicklung, Salzburg: Input für die Diskussion

Dr.in Irene Pimminger, defacto Sozialwissenschaftliche Forschung & Beratung, Schlierbach/Berlin (angefragt): Input für die Diskussion

Dr.in Angela Wroblewski, Institut für höhere Studien, Wien: Moderation

Wroblewski-Wieviel Feminismus braucht die Evaluation von Gleichstellungspolitiken bzw –maßnahmen-144Session.docx