19. Jahrestagung der DeGEval:
„Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“
21. - 23. September 2016 · School of Education der Universität Salzburg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht |
Session | |
A4: Der Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten (MSS) – Ursprüngliche Kernideen, Vernetzung mit Elinor Ostroms Self-Governance Ansatz und Vorteile der aktuellen MSS-Online-Version
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Zusammenfassung der Sitzung | |
In dieser Session werden zunächst (von Andreas Paschon) die Kernideen des “Modulansatzes zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten” (Paschon & Riffert 1997, Riffert & Paschon 2005), sowie ihre ursprüngliche Umsetzung in Form eines “paper & pencil”-Instruments, welches an mehreren verschiedenen Schultypen (AHS; BHS und Hauptschulen) in Österreich erfolgreich realisiert worden ist, dargestellt. Neben einer kurzen Darstellung der Fülle an Möglichkeiten, welche der MSS einer evidenzbasierten Schulentwicklung eröffnet – wie z.B. Berücksichtigung aller am Schulprozess beiteiligter Gruppen (LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern) und damit einhergehend eine multiperspektivische Betrachtung des Schulrealität, Sein-Sollen-Vergleiche (z.B. von Bildungsdzielen), ein LehrerInnenfeedback für den Unterreicht und der Erfassung von zentralen Variablen wie z. B. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und Aggressionen –, werden aber auch die Nachteile dieser “paper & pencil”-Version des MSS herausgearbeitet: (1) die bislang schwache theoretische und empirische Absicherung dieses partizipativen und lokal-fokusierten Ansatzes; (2) die relative hohen Kosten, welche den Schulen durch die Dateneingabe entstehen und (3) die ebenfalls daduch verursachte zeitliche Verzögerung der Datenrückmeldung. Daran anknüpfend wird (von Franz Riffert) auf die bislang schwache theoretische und empirische Fundierung des MSS eingegangen; durch eine Vernetzung des MSS mit Elinor Ostroms Self-Governance-Ansatzes (Ostrom 1990, 2010) wird dieser Nachteil deutlich reduziert; es wird insbesondere gezeigt, dass der MSS die von Ostrom in jahrzehntelanger empirischer Forschung zur nachhaltigen lokalen Self-Governance entwickelten sogenannten Core Design Principles durch den MSS in ihrer Implementierung unterstützt werden; dadurch liegt einerseits eine weitere Anwendung dieser Prinzipien auf den Schulbereich vor und andererseits wird dadurch der MSS mit den theoretischen und empirischen Arbeiten von Ostrom vernetzt und damit sowohl theoretisch wie auch empirisch gestützt. Schließlich auf die aktuell in Entwicklung befindliche MSS-Onlineversion (von Daniela Straitzbichler & Martina Griesmayr) eingegangen, welche gegenüber der klassischen “paper & pencil”-Version einerseits die Kosten eines MSS-Einsatzes für die Schulen stark reduziert und andererseits die Datenrückmeldung erheblich beschleunigt. | |
Präsentationen | |
Der Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten (MSS) – Ursprüngliche Kernideen, Vernetzung mit Elinor Ostroms Self-Governance Ansatz und Vorteile der aktuellen MSS-Online-Version Fachbereich Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg; Franz.Riffert@sbg.ac.at, Andreas.Paschon@sbg.ac.at, Daniela.Staritzbichler-Huemer2@sbg.ac.at, Martina.Griesmayr@stud.sbg.ac.at In dieser Session werden zunächst (von Andreas Paschon) die Kernideen des “Modulansatzes zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten” (Paschon & Riffert 1997, Riffert & Paschon 2005), sowie ihre ursprüngliche Umsetzung in Form eines “paper & pencil”-Instruments, welches an mehreren verschiedenen Schultypen (AHS; BHS und Hauptschulen) in Österreich erfolgreich realisiert worden ist, dargestellt. Neben einer kurzen Darstellung der Fülle an Möglichkeiten, welche der MSS einer evidenzbasierten Schulentwicklung eröffnet – wie z.B. Berücksichtigung aller am Schulprozess beiteiligter Gruppen (LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern) und damit einhergehend eine multiperspektivische Betrachtung des Schulrealität, Sein-Sollen-Vergleiche (z.B. von Bildungsdzielen), ein LehrerInnenfeedback für den Unterreicht und der Erfassung von zentralen Variablen wie z. B. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und Aggressionen –, werden aber auch die Nachteile dieser “paper & pencil”-Version des MSS herausgearbeitet: (1) die bislang schwache theoretische und empirische Absicherung dieses partizipativen und lokal-fokusierten Ansatzes; (2) die relative hohen Kosten, welche den Schulen durch die Dateneingabe entstehen und (3) die ebenfalls daduch verursachte zeitliche Verzögerung der Datenrückmeldung. Daran anknüpfend wird (von Franz Riffert) auf die bislang schwache theoretische und empirische Fundierung des MSS eingegangen; durch eine Vernetzung des MSS mit Elinor Ostroms Self-Governance-Ansatzes (Ostrom 1990, 2010) wird dieser Nachteil deutlich reduziert; es wird insbesondere gezeigt, dass der MSS die von Ostrom in jahrzehntelanger empirischer Forschung zur nachhaltigen lokalen Self-Governance entwickelten sogenannten Core Design Principles durch den MSS in ihrer Implementierung unterstützt werden; dadurch liegt einerseits eine weitere Anwendung dieser Prinzipien auf den Schulbereich vor und andererseits wird dadurch der MSS mit den theoretischen und empirischen Arbeiten von Ostrom vernetzt und damit sowohl theoretisch wie auch empirisch gestützt. Schließlich auf die aktuell in Entwicklung befindliche MSS-Onlineversion (von Daniela Straitzbichler & Martina Griesmayr) eingegangen, welche gegenüber der klassischen “paper & pencil”-Version einerseits die Kosten eines MSS-Einsatzes für die Schulen stark reduziert und andererseits die Datenrückmeldung erheblich beschleunigt.
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