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Sitzungsübersicht
Session
A4: Der Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten (MSS) – Ursprüngliche Kernideen, Vernetzung mit Elinor Ostroms Self-Governance Ansatz und Vorteile der aktuellen MSS-Online-Version
Zeit:
Donnerstag, 22.09.2016:
13:30 - 15:00

Leitung der Sitzung: Dr. Andreas Paschon
Leitung der Sitzung: Prof. Dr. Franz Riffert
Leitung der Sitzung: Martina Griesmayr

Zusammenfassung der Sitzung

In dieser Session werden zunächst (von Andreas Paschon) die Kernideen des “Modulansatzes zur Selbstevaluation von Schulentwicklungspro­jekten” (Paschon & Riffert 1997, Riffert & Paschon 2005), sowie ihre ursprüngliche Umsetzung in Form eines “paper & pencil”-Instruments, welches an mehreren verschiedenen Schultypen (AHS; BHS und Hauptschulen) in Österreich erfolgreich realisiert worden ist, dargestellt. Neben einer kurzen Darstellung der Fülle an Möglichkeiten, welche der MSS einer evidenzbasierten Schul­entwicklung eröffnet – wie z.B. Berücksichti­gung aller am Schulprozess beiteilig­ter Gruppen (LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern) und da­mit einher­gehend eine multiperspektivische Betrachtung des Schulrealität, Sein-Sollen-Vergleiche (z.B. von Bildungsdzielen), ein LehrerInnenfeedback für den Unterreicht und der Erfassung von zentra­len Variablen wie z. B. Selbstwirksam­keits­überzeugungen und Aggressio­nen –, werden aber auch die Nachteile dieser “paper & pencil”-Version des MSS heraus­gearbeitet: (1) die bislang schwache theoretische und empirische Absiche­rung dieses partizipativen und lokal-fokusierten Ansatzes; (2) die relative hohen Kosten, welche den Schulen durch die Dateneingabe entstehen und (3) die ebenfalls daduch verursachte zeitliche Verzögerung der Datenrückmeldung.

Daran anknüpfend wird (von Franz Riffert) auf die bislang schwache theoretische und empirische Fundierung des MSS eingegangen; durch eine Vernetzung des MSS mit Elinor Ostroms Self-Governance-Ansatzes (Ostrom 1990, 2010) wird dieser Nachteil deutlich reduziert; es wird insbesondere gezeigt, dass der MSS die von Ostrom in jahrzehn­telanger empirischer Forschung zur nachhaltigen lokalen Self-Governance entwickelten soge­nannten Core Design Principles durch den MSS in ihrer Implementierung unter­stützt werden; dadurch liegt einerseits eine weitere Anwendung dieser Prinzipien auf den Schulbereich vor und andererseits wird dadurch der MSS mit den theore­tischen und empirischen Arbeiten von Ostrom vernetzt und damit sowohl theoretisch wie auch em­pirisch gestützt.

Schließlich auf die aktuell in Entwicklung befindliche MSS-Onlineversion (von Daniela Straitzbichler & Martina Griesmayr) eingegangen, welche gegenüber der klassischen “paper & pencil”-Version einerseits die Kosten eines MSS-Einsatzes für die Schulen stark reduziert und andererseits die Datenrückmeldung erheblich beschleunigt.


Präsentationen

Der Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten (MSS) – Ursprüngliche Kernideen, Vernetzung mit Elinor Ostroms Self-Governance Ansatz und Vorteile der aktuellen MSS-Online-Version

Franz Riffert, Andreas Paschon, Daniela Staritzbichler, Martina Griesmayr

Fachbereich Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg; Franz.Riffert@sbg.ac.at, Andreas.Paschon@sbg.ac.at, Daniela.Staritzbichler-Huemer2@sbg.ac.at, Martina.Griesmayr@stud.sbg.ac.at

In dieser Session werden zunächst (von Andreas Paschon) die Kernideen des “Modulansatzes zur Selbstevaluation von Schulentwicklungspro­jekten” (Paschon & Riffert 1997, Riffert & Paschon 2005), sowie ihre ursprüngliche Umsetzung in Form eines “paper & pencil”-Instruments, welches an mehreren verschiedenen Schultypen (AHS; BHS und Hauptschulen) in Österreich erfolgreich realisiert worden ist, dargestellt. Neben einer kurzen Darstellung der Fülle an Möglichkeiten, welche der MSS einer evidenzbasierten Schul­entwicklung eröffnet – wie z.B. Berücksichti­gung aller am Schulprozess beiteilig­ter Gruppen (LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern) und da­mit einher­gehend eine multiperspektivische Betrachtung des Schulrealität, Sein-Sollen-Vergleiche (z.B. von Bildungsdzielen), ein LehrerInnenfeedback für den Unterreicht und der Erfassung von zentra­len Variablen wie z. B. Selbstwirksam­keits­überzeugungen und Aggressio­nen –, werden aber auch die Nachteile dieser “paper & pencil”-Version des MSS heraus­gearbeitet: (1) die bislang schwache theoretische und empirische Absiche­rung dieses partizipativen und lokal-fokusierten Ansatzes; (2) die relative hohen Kosten, welche den Schulen durch die Dateneingabe entstehen und (3) die ebenfalls daduch verursachte zeitliche Verzögerung der Datenrückmeldung.

Daran anknüpfend wird (von Franz Riffert) auf die bislang schwache theoretische und empirische Fundierung des MSS eingegangen; durch eine Vernetzung des MSS mit Elinor Ostroms Self-Governance-Ansatzes (Ostrom 1990, 2010) wird dieser Nachteil deutlich reduziert; es wird insbesondere gezeigt, dass der MSS die von Ostrom in jahrzehn­telanger empirischer Forschung zur nachhaltigen lokalen Self-Governance entwickelten soge­nannten Core Design Principles durch den MSS in ihrer Implementierung unter­stützt werden; dadurch liegt einerseits eine weitere Anwendung dieser Prinzipien auf den Schulbereich vor und andererseits wird dadurch der MSS mit den theore­tischen und empirischen Arbeiten von Ostrom vernetzt und damit sowohl theoretisch wie auch em­pirisch gestützt.

Schließlich auf die aktuell in Entwicklung befindliche MSS-Onlineversion (von Daniela Straitzbichler & Martina Griesmayr) eingegangen, welche gegenüber der klassischen “paper & pencil”-Version einerseits die Kosten eines MSS-Einsatzes für die Schulen stark reduziert und andererseits die Datenrückmeldung erheblich beschleunigt.

Riffert-Der Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten-103Session.pdf