19. Jahrestagung der DeGEval:
„Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“
21. - 23. September 2016 · School of Education der Universität Salzburg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht |
Session | |
A3: Nation oder Sektor: was prägt die Nutzung von Evaluation?
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Zusammenfassung der Sitzung | |
Häufig werden Aussagen zur Nutzung, dem Einfluss der Wirkungen und der Nachhaltigkeit von Evaluation auf nationaler Ebene behandelt und ländervergleichend ausgewertet. Dies impliziert die Annahme, dass Evaluationskulturen primär im nationalen Kontext entwickelt und durch Entscheidungen auf dieser Ebene vergleichsweise homogen über die unterschiedlichen Politikfelder und Anwendungsbereiche hinweg geprägt werden. Diese Annahme ist jedoch problematisch: Evaluation ist in seinen zentralen Einsatzbereichenin unterschiedlich organisiert. Manchewie z.B. die Entwicklungszusammenarbeit sind stark von internationalen Konzepten geprägt und weisen deshalb über die Länder hinweg eine größere Ähnlichkeit auf. In anderen Anwendungsgebieten dominieren regionale Differenzierungen wie z.B. in der Schulevaluation. Hinzukommen Unterschiede in der Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure sowohl in die politische Gestaltung des Politikfelds als auch in die Durchführung von Evaluationen. So ist z.B. die Evaluation sozialer Dienstleistungen deutlich weniger stark staatliche dominiert als die beiden anderen hier erwähnten Gebiete. Gleichzeitig unterscheiden sich die politischen Systeme verschiedener Länder erheblich: während einige stark zentralistisch mit hierarchischen Durchgriffsmöglichkeiten ausgestaltet sind, zeichnen sich andere durch eine betont dezentrale Steuerungsstruktur aus, die Akteuren jenseits der nationalen Ebene Mitgestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Die deutschsprachigen Länder sind hier aufgrund signifikanter Unterschiede interessante Fallbeispiele. Dies spricht für eine systembezogene Betrachtungsweise, bei der nationale Besonderheiten in den Blick genommen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede der Institutionalisierung herauszuarbeiten sind. In der Vortragssession werden folgende Fragen erörtert:
Geplant sind vier Kurzvorträge, in denen diese Fragen beantwortet und dann in der anschließenden Diskussion im Querschnittsvergleich betrachtet werden. | |
Präsentationen | |
Nation oder Sektor: was prägt die Nutzung von Evaluation? 1CEval, Deutschland; 2Universität Zürich, Schweiz; 3HTW Saar, Deutschland; 4Bundeskanzleramt, Österreich (angefragt); r.stockmann@ceval.de, thow@ipz.uzh.ch, dieter.filsinger@htwsaar.de Häufig werden Aussagen zur Nutzung, dem Einfluss der Wirkungen und der Nachhaltigkeit von Evaluation auf nationaler Ebene behandelt und ländervergleichend ausgewertet. Dies impliziert die Annahme, dass Evaluationskulturen primär im nationalen Kontext entwickelt und durch Entscheidungen auf dieser Ebene vergleichsweise homogen über die unterschiedlichen Politikfelder und Anwendungsbereiche hinweg geprägt werden. Diese Annahme ist jedoch problematisch: Evaluation ist in seinen zentralen Einsatzbereichenin unterschiedlich organisiert. Manchewie z.B. die Entwicklungszusammenarbeit sind stark von internationalen Konzepten geprägt und weisen deshalb über die Länder hinweg eine größere Ähnlichkeit auf. In anderen Anwendungsgebieten dominieren regionale Differenzierungen wie z.B. in der Schulevaluation. Hinzukommen Unterschiede in der Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure sowohl in die politische Gestaltung des Politikfelds als auch in die Durchführung von Evaluationen. So ist z.B. die Evaluation sozialer Dienstleistungen deutlich weniger stark staatliche dominiert als die beiden anderen hier erwähnten Gebiete. Gleichzeitig unterscheiden sich die politischen Systeme verschiedener Länder erheblich: während einige stark zentralistisch mit hierarchischen Durchgriffsmöglichkeiten ausgestaltet sind, zeichnen sich andere durch eine betont dezentrale Steuerungsstruktur aus, die Akteuren jenseits der nationalen Ebene Mitgestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Die deutschsprachigen Länder sind hier aufgrund signifikanter Unterschiede interessante Fallbeispiele. Dies spricht für eine systembezogene Betrachtungsweise, bei der nationale Besonderheiten in den Blick genommen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede der Institutionalisierung herauszuarbeiten sind. In der Vortragssession werden folgende Fragen erörtert:
Geplant sind vier Kurzvorträge, in denen diese Fragen beantwortet und dann in der anschließenden Diskussion im Querschnittsvergleich betrachtet werden.
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