Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Session
A1: Ohne Stakeholder keine Wirkung: Stakeholder-Management, Evaluation Policy und Deliberation als Strategien
Zeit:
Donnerstag, 22.09.2016:
13:30 - 15:00

Leitung der Sitzung: Roman Noetzel

Gastgeber: Arbeitskreis Wirtschaft in der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval e.V.)


Zusammenfassung der Sitzung

„Ohne Beteiligung, keine Verbindlichkeit“, ist der Kern von Veränderungsprozessen in Gesellschaft,  Politik und Organisationen.  Übertragen auf Evaluationsmethoden in komplexen Zusammenhängen stellt sich die Frage nach der konkreten Umsetzung in Multi-Akteurs-Konstellationen auf den verschiedenen Ebenen von Politiken, Programmen und InstrumentenGemeinsam mit Experten aus der Entwicklungszusammenarbeit sollen anhand von Praxisbeispielen die Faktoren und Methoden erfolgreicher Einbindung von Nutzern, Anwendern und politischer Akteuren diskutiert werden.  Elemente der Impulsvorträge werden im Anschluss  im Rahmen einer moderierten Diskussion ergänzt und diskutiert.

  •  Prof. Dr. Jörg Faust, Direktor am Deutschen Evaluierungsinstitut der  Entwicklungszusammenarbeit, stellt in seinem Beitrag „Deliberation als Strategieprinzip für Evaluierungen in komplexen Akteurskonstellationen“  die Bedeutung des kollektiven Lernens und damit der kollektiven Nützlichkeit von Evaluationen anhand ausgewählter Beispiele der Entwicklungszusammenarbeit in den Vordergrund.
  • Anknüpfend daran werden Lutz Meyer und  Helge Roxin, Senior Evaluatoren am  Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit, das „Stakeholder-Management im Spannungsfeld zwischen Nutzung, Qualität und Unabhängigkeit strategischer Evaluierungen“  diskutieren. Anhand von  Beispielen aus der Instrumentenevaluierung  im Bereich der  Entwicklungszusammenarbeit wird das Spannungsfeld  praxisnah erläutert.
  • Dr. Ricardo Gomez, Leiter der Stabsstelle Evaluierung der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)  wird in seinem Beitrag  „Damit Evaluierungen wirken: Evaluierung als Beitrag zur erkenntnisgestützten Entscheidungsfindung “  Evaluierungskonzepte und -aktivitäten als Grundlage für „evidence-informed decisions“  in den Kontext politischer und institutioneller Prozesse stellen und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung beleuchten.


Präsentationen

Damit Evaluierungen wirken: Evaluierung als Beitrag zur erkenntnisgestützten Entscheidungsfindung (neue Evaluierungspolicy der GIZ)

Dr. Ricardo Gomez

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Deutschland; jessica.schendzielorz@giz.de

Gomez-Damit Evaluierungen wirken-163Einzel.pdf

Deliberation als Strategieprinzip für Evaluierungen in komplexen Akteurskonstellationen

Jörg Faust

DEval; joerg.faust@deval.org

Faust-Deliberation als Strategieprinzip für Evaluierungen-171Einzel.docx

Stakeholder-Management im Spannungsfeld zwischen Nutzung, Qualität und Unabhängigkeit strategischer Evaluierungen

Stefan Leiderer, Lutz Meyer, Helge Roxin

Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval); lutz.meyer@deval.org, helge.roxin@deval.org

Leitthema der Session ist das Spannungsfeld, das sich im Kontext unabhängiger Evaluierung zwischen Nützlichkeit, Nutzung, Qualität und Unabhängigkeit aufspannt. In dem Maße, in dem sich Evaluierung von der Ebene der Einzelintervention auf die Ebene strategischer Evaluierungen verlagert, potenziert sich dieses Spannungsfeld. In dieser Session sollen Herausforderungen und Lösungsansätze für das Stakeholder-Management in diesem Spannungsfeld am Beispiel komplexer strategischer Evaluierungen des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) vorgestellt und diskutiert werden.

Im Rahmen eines ausführlicheren Inputs werden die Erfahrungen aus zwei jüngeren komplexen Evaluierungen des DEval von Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit vorgestellt. Der Input wird geleistet von den Teamleitern zweier strategischer Instrumentenevaluierungen des DEval: Der Evaluierung des Personalinstruments der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer (Helge Roxin) und der Evaluierung der Integration der Instrumente der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Zuge der Vorfeldreformen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lutz Meyer).

Ziel der Session ist es, zu einem vertieften und geteilten Verständnis der besonderen Herausforderungen des Stakeholder-Managements im Rahmen strategischer Evaluierungen beizutragen und damit in Teilen einen Beitrag zur Auflösung des dargestellten Spannungsfeldes zwischen Nutzenorientierung und Unabhängigkeit von politikrelevanter Evaluierung zu leisten.

Moderation: Dr. Stefan Leiderer

Leiderer-Stakeholder-Management im Spannungsfeld zwischen Nutzung, Qualität-162Session.pdf