19. Jahrestagung der DeGEval:
„Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“
21. - 23. September 2016 · School of Education der Universität Salzburg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht |
Session | |
S1: "Einsatz der Grounded Theory (GT) in der Evaluation“ – eine Forschungswerkstatt
Referentinnen: Marianne Lück-Filsinger und Jessica Prigge Didaktik: Kurzpräsentation, Forschungswerkstatt in Kleingruppen und im Plenum TN-Zahl: 20 | |
Zusammenfassung der Sitzung | |
Zielgruppe des Seminars Anwendende mit allgemeinen Vorkenntnissen in qualitativ-empirischen Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden Ziele und Inhalte des Seminars In diesem Weiterbildungsseminar werden vor dem Hintergrund eigener Lehr- und Evaluationserfahrungen mit qualitativen Forschungsmethoden die Produktivität des Forschungsstils der Grounded Theory (GT) und seiner Kodierverfahren im Evaluationszusammenhang im Rahmen einer Forschungswerkstatt gezeigt. Keywords der GT sind Kodieren (offenes, axiales, selektives/theoretisches Kodieren), ständiges Vergleichen/ komparative Analyse, Kern- bzw. Schlüsselkategorien. Im Rahmen des Weiterbildungsseminars werden die Teilnehmenden mit diesen Keywords vertraut gemacht. Der Fokus liegt daran anknüpfend auf der Interpretationspraxis qualitativen Datenmaterials im Rahmen einer Forschungswerkstatt auch unter „Zwängen der Evaluation“; weniger im Vordergrund stehen hingegen theoretisch-methodologische Grundlegungen. Unter einer Forschungswerkstatt wird eine spezifische Arbeitsform verstanden, bei der anhand von konkretem Datenmaterial zentrale Analyseschritte angewandt und methodische Fragen erörtert werden. Abschließend werden Potentiale dieses Forschungsstils für die Evaluation auf der Basis der „Kriterien einer guten Theorie“ (Strauss/Corbin) erörtert. Das Weiterbildungsseminar soll so ausgerichtet sein, dass eine Schwerpunktsetzung durch die Interessen der Seminarteilnehmenden vor Ort möglich ist. Daher ist es ausdrücklich erwünscht, Materialien einzureichen. Bei Interesse senden Sie Datenmaterial (z.B. Interviewtranskripte, Beobachtungsprotokolle) in anonymisierter Form bis zum 01.08.2016 an die Referentinnen (Kontaktdaten s.u.). Skizzieren Sie dazu kurz den Kontext, Gegenstand und die Fragestellung sowie die zum Einsatz gebrachte Erhebungsmethode. Dokumentation Handout der Kurzpräsentation sowie kommentierte Literaturempfehlungen im Kurs. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden dokumentiert (fotografiert) und nachträglich zur Verfügung gestellt. Kontext sowie wesentliche Kompetenzfelder und -bereiche der Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung in Evaluationen Evaluation ist in einer allgemeinen Bestimmung als eine professionelle Dienstleistung zu verstehen, die auf der Grundlage empirischen Wissens jeweils zu bestimmende Gegenstände wie Politiken, Programme, Projekte, Maßnahmen, institutionelle Praxen u. a. systematisch und transparent beschreibt, analysiert und bewertet, um Entscheidungen zur ermöglichen (vgl. Widmer/Beywl/Fabian 2009; Stockmann/Meyer 2010). Damit ist Evaluation eng mit den Daten- und Auswertungsmethoden der sowohl quantitativen als auch qualitativen empirischen Sozialforschung verknüpft. Die qualitative Sozialforschung kennt eine Fülle von Forschungsstilen bzw. Auswertungsverfahren. Der Workshop behandelt vornehmlich das Kompetenzfeld „Methoden“, insbesondere die Dimension „Grundzüge empirischer Sozialforschung“ unter besonderer Berücksichtigung von Anwendungsmöglichkeiten der Grounded Theory. Referentinnen/Referenten mit workshopbezogenen Referenzen Marianne Lück-Filsinger ist Leiterin der Forschungsgruppe Bildungs-, Evaluations- und Sozialstudien (ForBES). Promoviert hat sie mit einer qualitativ-empirischen Studie „Kinder- und Jugendberichterstattung in den Bundesländern“. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in der Anwendung der Grounded Theory in der Evaluation. Seit mehreren Jahren ist sie Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen und übernimmt regelmäßig Lehraufträge in BA –Studiengängen der Sozialen Arbeit bzw. der Pädagogik der Kindheit und im Master-Studiengang Evaluation an der Universität des Saarlandes/HTW des Saarlandes in den jeweiligen Modulen „Qualitative Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden“. Jessica Prigge ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sowie Mitglied der Forschungsgruppe ForBES. Sie hat im Rahmen verschiedener Evaluationsprojekte mit einem breiten Spektrum von Methoden gearbeitet, insbesondere mit der Grounded Theory, der dokumentarischen Methode der Interpretation sowie mit quantitativen Verfahren. Schwerpunkte der Lehre im Rahmen verschiedener Bachelorstudiengänge (Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit) sowie dem Masterstudiengang Evaluation an der Universität des Saarlandes/HTW stellen quantitative und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung dar. |